Fehlende Sicherungsnaht am Spleiß - Miniwings

Betrifft: Spitfire 2, Mirage und Hybrid.

Sehr geehrte Kunden,

in der Schweiz kam es zu einem Vorfall mit einem Spitfire 2, bei dem sich der Spleiß einer A-Stammleine am Leinenschloss während des Gebrauchs löste. Der Pilot blieb hierbei glücklicherweise unverletzt.
Bei der anschließenden Kontrolle der betroffenen Leine durch den Piloten hatte sich gezeigt, dass die Sicherungsnaht, die den Spleiß fixiert, fehlte. Diese Sicherungsnaht dient dazu,  ein Lösen des Spleißes zu verhindern, wenn die Belastung der Leine nicht ausreichend ist. Unter Last ist ein Spleiß selbstsichernd.

Nahezu zeitgleich wurde aus Frankreich ein zweiter Fall eines fehlerhaften Spleißes an einem Spitfire 2 gemeldet, ohne dass SWING bisher nähere Informationen hierzu erhalten konnte.
Wie es zu dem Fehlen der Sicherungsnaht - trotz mehrfacher Qualitätskontrollen jedes einzelnen Schirms während der Produktion - kommen konnte, wird aktuell noch untersucht.

Da beide Geräte im Zeitraum von einer Woche ausgeliefert wurden, kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass weitere Speedflyer mit fehlerhaften Spleißen aus demselben Produktionszeitraum ausgeliefert wurden.
Wir fordern vorsorglich alle Piloten dazu auf, ihren Miniwing vor dem nächsten Gebrauch einer Sichtprüfung zu unterziehen. Bei dieser Kontrolle muss das Vorhandensein der schwarzen Sicherungsnaht auf dem Spleiß bei allen Leinen überprüft werden.
Möglicherweise betroffen sind Miniwings der Modelle Spitfire, Spitfire 2, Mirage und Hybrid mit den Seriennummern 50001-50208.

Die Kontrolle kann vom Piloten selbst durchgeführt werden. Eine detaillierte Beschreibung dieser Prüfung ist beigefügt. Sollte das Fehlen einer Sicherungsnaht bei dieser Kontrolle entdeckt werden, bitten wir darum, sich umgehend mit SWING in Verbindung zu setzen.
Alternativ können die betroffenen Schirme zu einer kostenlosen Nachprüfung an SWING oder ausgewählte Servicestützpunkte gesendet werden. Falls von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht werden möchte bitten wir darum, sich vor dem Versand mit SWING in Verbindung zu setzen.
Wir entschuldigen uns vielmals für die möglicherweise  fehlerhaft ausgelieferten Produkte und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten für unsere Kunden. Als Sofortmaßnahme wurden bei SWING zusätzliche Kontrollmaßnahmen eingeführt.

Prüfanweisung

Unummantelte Leinen werden in der Regel gespleißt.
Hierbei wird das offene Leinenende zurück in die Leine selbst geschoben und dabei ein Leinenauge gebildet. Die Festigkeit erhält der Spleiß dadurch, dass sich die Leine aufgrund Ihrer Struktur um das eingeschobene Ende zusammenzieht und dieses so festhält.
Hierfür ist allerding eine, von Struktur und Material abhängige, Grundbelastung notwendig.
Um ein Herausrutschen des Spleißes bei geringen Lasten und eventuellen Lastwechseln zu verhindern, wird eine Sicherungsnaht über ca. die halbe Länge des Spleißes angebracht (Abb. 1). Diese fixiert den Spleiß, bis dieser sich selbst hält.
Bitte das Vorhandensein dieser Sicherungsnaht kontrollieren.

Es kann sein, dass die Fadenenden der Sicherungsnaht etwas herausstehen und sich sogar etwas herausziehen lassen. Der Grund hierfür ist, dass das Ende des Nähfadens bei Dyneema-Leinen aufgrund der Hitzeempfindlichkeit nur sehr vorsichtig verschweißt wird.

Bei herausragenden Fadenenden handelt es sich also nicht zwingend um einen Verarbeitungsfehler.  Allerdings kann sich der Faden teilweise lösen, wenn er herausgezogen wird. Wenn min. 3 cm der Sicherungsnaht intakt sind, kann das lose Ende abgeschnitten und vorsichtig verödet werden.
Bitte nicht an den möglicherweise herausstehenden Enden der Nähfäden ziehen! Es handelt sich hierbei nicht um einen Verarbeitungsfehler und der Faden könnte sich durch das Ziehen unnötigerweise lockern oder lösen.

Es kann sein, dass die Fadenenden der Sicherungsnaht etwas herausstehen und sich sogar etwas herausziehen lassen. Der Grund hierfür ist, dass das Ende des Nähfadens bei Dyneema-Leinen aufgrund der Hitzeempfindlichkeit nur sehr vorsichtig verschweißt wird.
 
Bei herausragenden Fadenenden handelt es sich also nicht zwingend um einen Verarbeitungsfehler.  Allerdings kann sich der Faden teilweise lösen, wenn er herausgezogen wird. Wenn min. 3 cm der Sicherungsnaht intakt sind, kann das lose Ende abgeschnitten und vorsichtig verödet werden.
Bitte nicht an den möglicherweise herausstehenden Enden der Nähfäden ziehen! Es handelt sich hierbei nicht um einen Verarbeitungsfehler und der Faden könnte sich durch das Ziehen unnötigerweise lockern oder lösen.